
Husten – eine sinnvolle Sache
Der Husten ist ein Symptom und keine Krankheit. Der Hustenreflex als normaler Abwehrmechanismus ist demzufolge eine „Reinigungsaktivität“ der Lunge. Die unter hohem Druck rasch aus der Lunge strömende Luft reißt Fremdkörper oder Schleim mit sich fort und befreit die oberen Atemwege.
Das sind die wichtigsten Hustenauslöser
- akute Bronchitis - Stabilisierung der Abwehrkräfte
- allergisches Asthma - Vermeidung des Kontaktes mit dem Allergen
- trockene Luft - Luft befeuchten
- Zigarettenrauch - Zigarettenabstinenz
Gereizt oder verschleimt?
In der Regel ist ein beginnender Husten trocken und hart, man verspürt ständig quälenden Hustenreiz. Ein Hustenstoß bringt jedoch keine Erleichterung. Typisch für diese Art von Husten ist, dass er auch nachts nicht nachlässt. Nach dem Reizhusten folgt die Phase der Schleimbildung. Dieser behindert nicht nur die Atmung, sondern bildet auch einen idealen Nährboden für Krankheitserreger. Es ist also wichtig, dass dieser zähe Schleim schnellstmöglich abgehustet wird.
Gehen Sie zum Arzt, wenn:
- hohes Fieber auftritt
- Atmen und Husten mit Schmerzen verbunden sind
- Rassel- und Pfeifgeräusche beim Atmen auftreten
- der Auswurf eitrig, gelblich-grün oder blutig ist
- der Husten länger als 2 Wochen anhält
Zuerst den Husten blocken…
Zum Hustenstillen, besonders während der Nacht, helfen Tabletten, Pastillen, Zäpfchen, Tropfen oder Säfte. Sie hemmen den Hustenreflex direkt im Hustenzentrum des Gehirns. Man bezeichnet sie daher auch als Hustenblocker. Auch pflanzliche Substanzen wirken hustenblockierend, zum Beispiel Säfte mit Spitzwegerichextrakt.
… dann den Schleim lösen
Da bei einer Erkältung der trockene Husten in einen verschleimten Husten übergeht, sind schnellwirksame Hustenlöser gefragt. Dafür kommen Medikamente wie Acetylcystein (ACC) oder Ambroxol aber auch pflanzliche Wirkstoffe wie Huflattich oder Thymian zum Einsatz. Sie verflüssigen den Schleim, damit er leichter abgehustet werden kann. Schleimlösende Hustenmittel können auch inhaliert oder auf Brust und Rücken aufgetragen werden – sie wirken dann direkt auf die Bronchien.
Das können sie zusätzlich tun:
- viel trinken – am besten zwei Liter warmen Tee täglich – das fördert den Schleimabtransport aus den Bronchien
- warm halten, aber nicht schwitzen: Wärme auf der Brust oder ätherische Öle unterstützen die Schleimlösung
- auf körperliche Schonung achten
- durch regelmäßiges Lüften für ein gutes Raumklima sorgen
- nicht rauchen
- Brust und Rücken zusätzlich mit Erkältungsbalsam einreiben
- Inhalationen mit Emser Salz oder Meersalz befeuchten die Atemwege und unterstützen so die Abwehr in der Lunge
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*Die 24-Stunden-Gesundheits-Hotline ist ein Service der Sanvartis GmbH. Pharmazeutische/Medizinische Informationen durch dort tätige Fachärzte, Apotheker und pharma




